Martin Oetting "Willkommen im Rattenkäfig"

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Martin Oetting "Willkommen im Rattenkäfig"

Martin Oetting, Gesellschafter und Leiter Forschung bei der trnd, auf dem Scholz & Friends Digital Camp am 14. Mai 2011 in Berlin über Paradigmenwechsel in der Kommunikation.

Comments

  1. Christian Edom
    Guter und solider Vortrag. Sehr gut: Vom Behaviorismus zum Dialog. Aber da geht die Arbeit erst los.
    P.S.: Weshalb sitzen die Damen alle weiter hinten?
    May 19, 2011
  2. Thorsten Ulmer
    Wie immer genial. Martin halt...
    May 20, 2011
  3. Janja Stamcar
    Super Vortrag - Klassische Kommunikation ist immer das Experiment mit der Ratte und im Web sind wir selber Ratten - einfach verständlich und auf den Punkt gebracht.
    » Janja Stamcar
    May 20, 2011
  4. Berthold
    Den Zusammenhang zwischen Facebook und Tante-Emma-Laden habe ich selber auch kürzlich debattiert - so hat man zumindest einen Teil der Analogie, die unsere Kunden auch verstehen.

    Dazu gehört aber auch, dass die Industrie versteh, dass der Brand im Netz nicht Ihnen gehört. Sie sind nicht nur auf Augenhöhe mit den Ratten. Die Ratten können den Käfig so gestalten wie er ihnen gefällt. Wenn Pril den Ratten Buntstifte gibt, dann haben sie keinerlei Kontrolle darüber, was diese nun mit den Buntstiften anstellen. Jede Ratte kann sich in ihre Ecke verkrümeln und ihre eigenes Ding drehen: Den Buntstift abnagen, damit fechten oder obszöne Slogans an die Wände schmieren. Das ist kein "Kontrollverlust". So ist es schon immer gewesen, und nur weil ich jahrelang von oben herab Kontrolle ausüben konnte, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen ernst genommen werde. Schlimmer: nicht alle Ratten sind mir wohlgesonnen. Manch eine wartet nur darauf, mit dem Buntstift etwas zu machen, das ich gar nicht will, und haufenweise andere Ratten finden das viel lustiger als was ich eigentlich vorgesehen hatte und machen mit. Letzten Endes müssen wir uns von der Rattenmentalität verabschieden. Im Netz gehört unser Brand nicht uns.

    Auch die Erklärung der Fans und der Ausblick auf den globalen Paradigmenwechsel sind grossartig. Vielen Dank fürs in die Bresche springen. Mehr davon.

    May 20, 2011
  5. Berthold
    Den Zusammenhang zwischen Facebook und Tante-Emma-Laden habe ich selber auch kürzlich debattiert - so hat man zumindest einen Teil der Analogie, die unsere Kunden auch verstehen.

    Dazu gehört aber auch, dass die Industrie versteh, dass der Brand im Netz nicht Ihnen gehört. Sie sind nicht nur auf Augenhöhe mit den Ratten. Die Ratten können den Käfig so gestalten wie er ihnen gefällt. Wenn Pril den Ratten Buntstifte gibt, dann haben sie keinerlei Kontrolle darüber, was diese nun mit den Buntstiften anstellen. Jede Ratte kann sich in ihre Ecke verkrümeln und ihre eigenes Ding drehen: Den Buntstift abnagen, damit fechten oder obszöne Slogans an die Wände schmieren. Das ist kein "Kontrollverlust". So ist es schon immer gewesen, und nur weil ich jahrelang von oben herab Kontrolle ausüben konnte, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen ernst genommen werde. Schlimmer: nicht alle Ratten sind mir wohlgesonnen. Manch eine wartet nur darauf, mit dem Buntstift etwas zu machen, das ich gar nicht will, und haufenweise andere Ratten finden das viel lustiger als was ich eigentlich vorgesehen hatte und machen mit. Letzten Endes müssen wir uns von der Rattenmentalität verabschieden. Im Netz gehört unser Brand nicht uns.

    Auch die Erklärung der Fans und der Ausblick auf den globalen Paradigmenwechsel sind grossartig. Vielen Dank fürs in die Bresche springen. Mehr davon.

    May 20, 2011

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